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Koiteich – Darauf müssen Sie achten

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Früher wurden Kois in Japan von Adeligen als Statussymbole gehalten. Inzwischen ist der Nishikigoi, wie er auf japanisch heisst, auch zur Zucht in Europa sehr beliebt. So mancher Gartenbesitzer wünscht sich deshalb diesen schillernden Fisch in seinem Teich. Wir erklären, worauf bei einem Koiteich zu achten ist.

Ideale Wasserqualität für Koikarpfen

Der Koi kommt natürlicherweise vor allem in trüben, langsam fliessenden Gewässern vor. Sonnenlicht ist er deshalb selten ausgesetzt, weshalb der Koi vor allem während der heissen Sommermonate kühlere und vor Sonne geschützte Teichabschnitte benötigt. Zumindest ein Teil des Teichs sollte deshalb im Schatten liegen, während mit zusätzlichen Steinen, Sonnensegeln, Brücken oder Holzterrassen weitere kühlere Rückzugsorte für den Koi ermöglicht werden. 

Für die artgerechte Haltung aller Fische und somit auch der Koikarpfen ist eine gute Wasserqualität Pflicht. Gleichzeitig wünscht sich natürlich jeder Teichbesitzer sauberes Teichwasser. Kois benötigen zur Atmung und Verdauung viel Sauerstoff. Vor allem im Sommer wachsen und fressen Kois sehr viel und scheiden entsprechend viel wieder aus. Mit einer effektiven Wasserumwälzung in Form der richtigen Teichtechnik kann der Verschmutzung des Wasser vorgebeugt werden. Eine Filteranlage entfernt Verschmutzungen aus dem Wasser, doch ist der Teichgrund zu stark verschmutzt, muss mit einer manuellen Teichreinigung nachgeholfen werden. 

Pflanzen für den Koiteich

Koikarpfen können ziemlich gefrässig sein und unter Umständen auch die hübschen Pflanzen im Teich anknabbern und schädigen. Üblicherweise kommt ein Koiteich deshalb besser ohne Pflanzen zurecht. Will man trotzdem nicht auf Pflanzen im Koiteich verzichten, lässt sich eine separate Pflanzzone von der Fischzone im Teich abgrenzen. Ausserdem gibt es einige Pflanzen, wie bespielsweise die gelbe Seerose, die vom Koi regelrecht verschmäht und dadurch nicht angeknabbert werden. Die Seerose reinigt auf natürliche Weise das Wasser und trägt so zu einer besseren Lebensqualität der Fische bei. Weil die Seerosen auf dem Wasser schwimmen, spenden sie den empfindlichen Fischen an sonnigen Tagen zudem etwas Schatten. Eine tolle Alternative für etwas Grün um den Teich sind Pflanzinseln am Teichrand, die sich nicht direkt im Wasser befinden und trotzdem den Rand des Teichs dekorieren. Für diese Möglichkeit eignen sich besonders Bambus oder Rohrkolben.

Naturpool mit separatem Koiteich

Im Schaugarten der Gartenvilla befindet sich ein Naturpool mit Living-Pool-Technik mit separatem Koiteich. Pool und Teich besitzen je eine eigene Technik, die für sauberes Wasser sorgt. Durch diese Bauweise ist beides möglich: Ungestörtes Baden und Schwimmen in natürlich gereinigtem Wasser ohne Chlor oder andere Chemikalien und angrenzend ein geschützter Lebensraum für die exotischen Koikarpfen. Im Koiteich der Gartenvilla haben insgesamt sieben bunte Kois ihr Zuhause. 

Der Koiteich sowie vier weitere Pools können während der Öffnungszeiten ohne Voranmeldung im Schaugarten der Gartenvilla besichtigt werden. Weitere Infos

Artgerechte Haltung der Kois

Kois sind keine Einzelgänger und fühlen sich in der Gruppe am wohlsten. Der Koiteich sollte deshalb ausreichend gross sein, denn jeder Koi beansprucht ungefähr einen bis drei Kubikmeter Raum für sich im Teich. Ausserdem ist auf eine Wassertiefe von mindestens 1,30 Meter zu achten, damit die Kois in ihrer bevorzugten Tiefe die Winterruhe halten können. Sobald im Winter die Wassertemperatur unter 10°C fällt, sinken sie in ihren Winterschlaf am Boden den Teichs. Eine Eisdecke überstehen die Kois problemlos, solange weiterhin – zum Beispiel durch ein Loch im Eis – eine ausreichende Sauerstoffzufuhr besteht. 

Das richtige Futter für Kois

Koikarpfen sind Allesfresser. Was sie in ihrem Gewässer vorfinden, wird gefressen. Pflanzen werden ebenso verspeist wie tierische Kost. Besonders die nahrhaften, leicht verwertbaren tierischen Produkte wie Insekten und deren Larven werden mit Vorliebe verspeist. Kois fressen sowohl von der Oberfläche wie auch vom Boden, den sie auf der Suche nach Futter gründlich durchwühlen. Sie besitzen keinen Magen, sondern nur eine magenähnliche Erweiterung zum Abspeichern der Nahrung in geringer Menge, weshalb die Kois kein Sättigungsgefühl kennen und sich gerne überfressen. Dies führt zu einem unnatürlichen Wachstum und Fettanbau, was für die Fische gesundheitsschädlich sein kann und die Lebenserwartung verkürzt. Ausserdem führen die erhöhten Ausscheidungen zu einer sinkenden Wasserqualität. Für die richtige Futterdosis gilt eine einfache Faustregel: Brauchen die Kois für die Nahrungsaufnahme deutlich länger als zehn Minuten, war es zuviel Futter. Grundsätzlich benötigen Koikarpfen wie die meisten Fische während der warmen Jahreszeit und bei hoher Wassertemperatur mehr Nahrung als im Winter. Die perfekte Nahrung besitzt einen hohen Gehalt an Eiweiss, Fett und Kohlenhydrate und ist im Fachhandel erhältlich.

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Daniel Egli
daniel.egli@eglijona.ch
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