Libelle

Diese Tiere leben im Garten-Biotop

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Auf den ersten Blick sind vor der eigenen Haustüre nicht gerade Tiere auf freier Wildbahn und die rohe Natur zu entdecken. Doch die meisten Schweizer Gärten bieten einen wertvollen Lebensraum für eine Vielzahl an tierischen Freunden.

Wenn sich die Welt immer schneller zu drehen scheint und immer mehr Boden bebaut wird, ist die Beobachtung der Natur etwas wunderbar Entspannendes. In immer mehr privaten Gärten und Terrassen ist denn auch eine etwas wildere, romantische oder naturnahe Gestaltung anzutreffen. Die Tage von möglichst technischen und sauberen Gärten scheinen gezählt zu sein: Gärtnern liegt im Trend, Naturverbundenheit wird angestrebt, Nachhaltigkeit ist ein gesellschaftliches Anliegen. Eine erfreuliche Entwicklung für die Pflanzen- und Tierwelt, für die immer wieder neue Lebensräume geschaffen werden – auch in Privatgärten. Besonders Gewässer wie Biotope bieten ideale Voraussetzungen für eine tierfreundliche Umgebung. Diese Tiere sind in den hiesigen Gartengewässern unter anderem anzutreffen:

Amphibien und Reptilien

Feuersalamander (Salamandra salamandra)

Schwarz mit gelben Zeichnungen, ovaler Schwanz, Hautdrüsen scheiden giftigen Saft aus – nicht berühren. Besonders aktiv bei Regenwetter und in der Nacht.

Kammmolch (Triturus cristatus)

Grau-schwarz mit gelbem Bauch, abgeflachter Schwanz, bis zu 2cm hoher, gezackter Rückenkamm während der Paarungszeit.

Laubfrosch (Hyla arborea)

Glatte, meist leuchtend grüne Körperoberseite mit einem dunklen Streifen vom Nasenloch bis zur Hüfte. Hervorragende Kletterer, deshalb oft an Pflanzen anzutreffen. Charakteristischer Ruf (äpp, äpp, äpp).

Zauneidechse (Lacerta agilis)

Sehr individuelle Färbung und Zeichnung. Oft beim «Sonnenbaden» anzutreffen auf Steinen. Aktiv von März bis September, danach Überwinterung. Fressen Heuschrecken, Zikaden und Käfer.

Wirbellose Tiere

Libellen (Odonata)

Zwei Gruppen: Grosslibellen (breiten ihre Flügel im Sitzen flach aus) und Kleinlibellen (falten Flügel im Sitzen zusammen). Ca. 85 Arten in leben Mitteleuropa, bevorzugen meist stehende Gewässer.

Wasserläufer (Gerridae)

Läuft auf der Wasseroberfläche durch Ausnutzung der Wasserspannung. Langgezogener, schlanker Körper. Kann sehr gut sehen.

Spitzschlammschnecke (Lymnaea stagnalis)

Charakteristisches, langgezogenes und gedrehtes Gehäuse. Auf Steinen und Wasserpflanzen anzutreffen und fressen da den Algenrasen ab.

Fische

Plötze / Rotauge (Rutilus rutilus)

Friedlicher Schwarmfisch und verhältnismässig anspruchslos: kommt auch in trübem, sauerstoffarmen Gewässer gut zurecht.

Ukelei / Laube (Albumus albumus)

10 bis 25cm grosser Schwarmfisch, hält sich gerne in flachen Gewässern oder nahe der Oberfläche auf. Wenn möglich nicht mit Plötzen, Rotfedern oder anderen Weissfischen halten.

Moderlieschen (Leucaspius delineatus)

Mag stehende Gewässer und ist ca. 6 bis 10 cm gross, lässt sich gut mit anderen Fischen im gleichen Gewässer halten.

Dreistachliger Stichling (Gasterosteus aculeatus)

Weit verbreiteter Schwarmfisch (Europa, Nordasien, Nordamerika), Männchen baut im Frühjahr ein Nest aus Pflanzenteilen und Nierensekret.

 


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